Presse

jede Menge Hirnschmalz… 🙂

Hier gibt es Kostproben zu meinen Artikeln und sonstigen Veröffentlichungen.

Ein kleiner Vorgeschmack – stets um Beispiele erweitert:

zuerst den reichen Fundus an RadMarkt online-Beiträgen!

Weitere Texte sind zu finden durch Eingeben des Namens „Astrid Johann“ in der Suche-Maske. Oder hier:

http://www.radmarkt.de/search/node/Astrid%20Johann

und in meinem Immer auf Rad-Archiv:

Anmerkung:

Alle Artikel-Links könnt ihr ganz normal mit der linken Mouse-Taste bedienen, es geht dann automatisch ein neuer Tab für diese Artikel auf.

Bei etlichen Firmen-Links verlasst ihr beim Anklicken meine Seite. Aus Gründen des erhöhten Aufwandes (wegen der vielen Firmenlinks) habe ich dies fast überall so belassen. Daher rate ich, diese mit der rechten Mouse-Taste anzuklicken und dann „Link in neuem Tab öffnen“ zu bedienen. So bleibt meine Seite offen, und ihr könnt trotzdem auf der neuen Firmen-Webseite surfen. Danke.

Spezi 2017:

  1. Spezi-Rückschau 2017, Teil IV – Neuheiten und Trends

    AZUB, Akkurad, SON…, Text / Fotos: Astrid Johann, 11.07.2017

  2. Spezi-Rückschau 2017, Teil III – Neuheiten und Trends

    hinterher u.v.m., Text/Fotos: Astrid Johann, 07.07.2017

  3. Spezi-Rückschau 2017, Teil II – Neuheiten und Trends

    … Liegezweirad Zox 28 , zoxbikes u.v.m., Text/Fotos: Astrid Johann, 05.07.2017

  4. Spezi-Rückschau 2017, Teil I – Neuheiten und Trends

    … in mehreren Teilen. Im ersten Teil berichtet unsere Autorin Astrid Johann von den Firmen Steinerdesign , Ventisit , Tri-mobil, … , 04.07.2017

    VSF-Tagung 2016:

  5. VSF: Erfahrungsaustausch zu Azubitausch

    www.radundtour.de , www.velociped.ch , Text/Foto: Astrid Johann, Branchennachrichten, 23.12.2016

    Eurobike 2016:

  6. Velo-Trike: Bequemes Pedelec und Krankenfahrzeug

    http://www.velo-trike.de , Text/Fotos: Astrid Johann, 09.12.2016

  7. Sqlab mit Sondereditionen

    http://www.sq-lab.de , Text/Fotos: Astrid Johann, 18.11.2016

  8. Hinterher: Modulares Deichsel-Steck-System

    … große Ortliebtaschen. http://www.hinterher.com , Text/Fotos: Astrid Johann, 18.11.2016

  9. Neue Liv-Modelle für gemütliche und rasante Touren

    … und ‚Luta‘-Helme. http://www.liv-cycling.com , Text/Foto: Astrid Johann, 16.11.2016

  10. Fahrradjäger: Diebstahlsicherung 4.0

    http://www.fahrradjaeger.de , Text/Foto: Astrid Johann, Produktneuheiten, 02.11.2016

    Spezi 2016:

    1. Nachlese zur Spezi Germersheim (4): Velomo, Plymobil, Räderwerk

      … RadMarkt vor Ort war – wie in den vergangenen Jahren – Astrid Johann. Velomo Sensationell, schnell, 9 Kilogramm leicht … , 29.07.2016

    2. Nachlese zur Spezialradmesse (3): Urban Fahrradbau, Bambuk, Akkurad, Elliptigo

      http://www.elektrobikes.com , Text/Fotos: Astrid Johann, 27.07.2016

    3. Nachlese zur Spezialradmesse Germersheim (2): Cargo Bike Monkeys, Varibike, Bimobil / Reha Triflex, HPV-Parts

      http://www.HPV-Parts.de , Text + Fotos: Astrid Johann, 19.07.2016

    4. Nachlese zur Spezialradmesse Germersheim (1): SON, Anthrotech und Wolf & Wolf

      http://www.wolfundwolf.ch , Text und Fotos: Astrid Johann, 15.07.2016

    5. Neuheiten von der Spezialradmesse – Teil 3

      http://www.under-cover.biz , http://www.exergia.de u.a., Texte/Fotos: Astrid Johann, 08.06.2016

    6. Neuheiten von der Spezialradmesse – Teil 2

      http://www.kindercar.de , Texte/Fotos: Astrid Johann, 06.06.2016

    7. Neuheiten von der Spezialradmesse, Teil 1: Schickes und Komfortables

      … mit kurzen Kurbeln. http://www.junik-hpv.de , Texte/Fotos: Astrid Johann, 02.06.2016

    8. 21. Internationale Spezialradmesse: Heiße Rösser an kalten Tagen

      … Spezi-Wetter. http://www.spezialradmesse.de , Text/Fotos: Astrid Johann, 25.05.2016

       

      weitere, ältere online-RadMarkt-Artikel im Immer auf Rad-Archiv.

      jede Menge Print-Veröffentlichungen in der Zeitschrift ‚Radmarkt‚.

 

Broschüren:

 

 

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  • „radlicher“ Appetizer:

Glossierte Kurzgeschichte, 24.01.2003:

Bezwingen des Erbarmungslosen

Radfahrer müssen wahnsinnig sein! Mindestens verrückt!
Sechs Uhr aufstehen. Andere schlummern noch unschuldig in ihren weichen Federn. Und ich habe nichts besseres zu tun, als von meiner Isomatte hinaus aus meiner Hundehütte zu rollen. Ich bin hellwach! Der Berg ruft! Ungeduldig stecke ich mich in mein kurzärmeliges Trikot und die Radlerwindel. In Windeseile stopfe ich mein Hab und Gut in die überfüllten Radtaschen und verschlinge Unmengen an Kohlenhydraten und Mineralstoffe: das obligatorische Früchtemüsli gleich aus der Tüte, drei Käsebrote und den Rest vom abendlichen Nudelberg. Beim Biobäcker kaufe ich mir ein Croissant. Mein Baguette klemme ich zwischen das noch feuchte Handtuch und den Expander, der meine Nomadenbehausung am Gepäckträger meines Alupackesels befestigt.
Heute geht’s ans Eingemachte! Mir soll’s recht sein! Die Hardlinertour über die Warmduscherstrecke von Sault zum Gipfel des Giganten. „Ventoux, je viens!“
Ich schwinge mich auf mein treues Metallross. Auf geht’s! Vorbei an duftenden Lavendelfeldern. Und an Aprikosenbäumen die Hamsterbacken füllen! Zuerst 150 Meter bergab ins Tal, um dann erbarmungslos aufzusteigen. 26 Kilometer bergauf, bergauf, bergauf! Immer wieder die Kilometersteine anvisierend. Sie sprechen die Wahrheit: ich habe noch nicht einmal die Hälfte! Dafür aber immer wieder Baumschatten! Männliche Rennradler überholen mich. „Bonne route!“ zeigen sie mir anerkennend den Daumen … „Bravo!“
Ich muss es mir beweisen! Und vor allem diesen Weicheiern, Schattenparkern und Sockenträgern in ihren vierrädrigen, stinkenden Blechkisten! Lässig überholen sie mich an den Hängen, während ich mit meinem einschlafenden rechten Fuß zu kämpfen habe. Neidisch? Ich? Nie im Leben!
Radler sind verfressene Menschen. An einem Wildkirschbaum haben sich schon andere Radler bedient. Die Süßesten und Besten hängen an den unerreichbaren Ästen.
Mein kostbarer, teuer angefutterter Biospeck schmilzt beim Erklimmen der Passhöhe dahin wie Butter in der Sonne. Letztere brennt mir den letzten Rest meines Verstandes weg. Das Zirpen der Zikaden klingt in der Höhensonne wie höhnisches Lachen gegenüber den Radlern: Ziiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Ziiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Ziiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii. Ich lasse mich doch nicht unterkriegen! Nie im Leben!
Auf halber Höhe tausche ich meinen schweißnassen Radhelm gegen die „Tour“-Casquette und motiviere ich mich mit dem genialen Weitblick. Oben muss er überwältigend sein!
Dort, wo die Straße von Bedoin, die Kaltduscherstrecke zum Windberg, meinen Weg trifft, wird’s richtig ernst! Die Steigung von zehn bis zwölf Prozent quält auf sechs Kilometern bis zum Gipfel. Ich schätze, noch eine Stunde. Der Gigant kennt kein Erbarmen! Kein Baum, der mir Schatten bietet. Keiner, der mich am Seil zieht. Keiner, der mir mein Wasser trägt. Das Leben ist ungerecht! Aber ich habe es ja nicht anders gewollt! Bei der gleißenden Hitze hilft auch kein Müsliriegel mehr.
Die beigen Kalksteine reflektieren das Sonnenlicht. Längst haben die Zikaden ihr Hohngelächter aufgegeben. An dieser unwirtlichen, staubigen Mondlandschaft hier oben zeigen sie kein Interesse. Wer verbrennt sich schon gerne seine Füße?!
Wieder hebe ich mich aus dem Sattel. Ich trete im Stehen, setze mich wieder, dehne Beine und Füße. Die Muskeln von Rücken und Schultern jammern. Die Beine werden immer schwerer! Der Kampf will nicht enden! „Die unerbittliche Bergwüste reinigt Deine Seele!“ „Ach nee! Hätte ich nicht gemerkt!“
„Was macht Dein Kribbeln in den Beinen?“ „Was soll’s schon machen! Es kribbelt!“ Immer diese dummen Fragen! Aber Hauptsache ein paar Höhenmeter abgelenkt!
Unnachgiebige Radlerin! Ich zeige es den prahlenden Radkollegen und vor allem den luftverpestenden Warmduschern, was ich in den Waden habe! Wer nimmt da nicht ein paar verbrannte Extremitäten in Kauf!
Ein junger Mountainbiker hat mich noch eben überholt. Nun sitzt er erschlagen und an seiner Wasserflasche nippend im Straßengraben. „Impossible!“ Kopfschüttelnd visiert er mich an. Lächelnd kämpfe ich mich mit meiner ganzen Bagage an ihm vorbei. Da macht der Masochismus erst richtig Spaß und gibt mir einen ordentlichen Motivationsschub.
„UDO, QUÄL DICH, DU SAU!“ spornt in großen Lettern eine verblasste Bodenaufschrift den Pfälzer Radprofi an. Was ein Pfälzer kann, das kann eine Saarländerin schon lange! Ich stehe dem in nichts nach und nehme mir die Worte zu Herzen.
Endlich wird der Ventoux seinem Namen gerecht: Der harte Wind weht den Kalkstaub heran, legt sich auf mein Gesicht und trocknet die salzige Haut aus. Ich kämpfe und kämpfe! Ständig sauge ich gierig an der Wasserflasche. Will die Steigung denn nie enden? „ALLEZ, ALLEZ!“ treibt mich die Tour de France-Peitsche in großen Buchstaben auf dem flimmernden Straßenbelag an.
Simpson-Memorial. Sich türmender Radler-Müll als Ehres-Trophäen auf einem Granitblock. Noch 500 Meter! „Formidable!!!“ höre ich die Rufe einer fremden Frau in meinen Ohren! Aufgeben? Nie! Hochroter Kopf! Puls rast! Nach Luft ringen! Kämpfe bis zum letzten Schweißtropfen! Absteigen? Auf keinen Fall! Und Schieben? Undenkbar! Denken ist eh nicht mehr. „GO, GO, GO!!!“ Der Ehrgeiz hat mich dermaßen gepackt! Ausgeschüttete Endorphine. Strapazen vergessen. Entscheidender Kick der letzten Meter! Die Kuppe nehmen! Mit letzter Kraft! Pedale treten! 1912 Meter! Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu! Glückseliger, stolzer Schrei! Schnellen die Fäuste nach oben. Leidensgenossen lächeln verständnisvoll!
„Radler müssen verrückt sein!“ genieße ich den unsagbaren Fernblick über die Alpen und das Rhônetal hinweg. Ich belohne mich mit einer Trophäe: ein Opinel-Messer mit Holzgriff und Mont-Ventoux-Gravur. Kult … und völlig überteuert. Muss aber sein!
Wolken schieben sich vor die Sonne. Mittlerweile eingepackt wie zu `ner Grönlandexpedition fülle ich die gierigen Zuckerspeicher mit Keksen, Bananen und dem zerbröselten Croissant.
Vive la trance! Mit einem Bein im Grab brause ich die Serpentinen hinab. Genuss bis ins letzte Kettenglied. Radfahrer müssen wahnsinnig sein! Der Berg hat mich gewandelt. „Bonne route! Kommst Du wieder?“ … „Aber sicher!“ rufe ich ihm zu „Und beim nächsten Mal als Kaltduscher!“

Text / Copyright ©: Astrid Johann

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